Nachhaltigkeit, Transport
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13.10.2022

Post eröffnet erweitertes Logistikzentrum in Allhaming

Nachhaltigkeit
Transport

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit fand gestern die feierliche Eröffnung des erweiterten Logistikzentrums im oberösterreichischen Allhaming statt.

Der knapp 50.000 m² große Ausbau setzt nicht nur in puncto Nachhaltigkeit neue Maßstäbe, sondern sorgt auch für eine Verdreifachung der Paketsortierleistung. Rund 900 Mitarbeiter*innen sind nun am Standort tätig. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 80 Millionen Euro. An der Eröffnung nahmen als Ehrengäste Mag. Thomas Stelzer, Landeshauptmann des Landes Oberösterreich, Jutta Enzinger, Bürgermeisterin der Gemeinde Allhaming, sowie der Gesamtvorstand der Österreichischen Post AG teil, bestehend aus DI Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor, DI Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Brief & Finanzen und DI Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket & Logistik.

Stärkung für Wirtschaftsstandort Oberösterreich 

„Das neue Logistikzentrum der Post in Allhaming ist ein Vorzeigeprojekt in puncto Effizienz und Nachhaltigkeit. Ich bedanke mich bei der Post für diese Investition und das klare Bekenntnis zum Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort Oberösterreich, der dadurch weiter gestärkt wird.  Ein erfolgreicher Standort kann nur aus optimalem Zusammenspiel aller beteiligten Kräfte wachsen: Das ist hier erneut gelungen“, sagt Mag. Thomas Stelzer, Landeshauptmann von Oberösterreich. „Mit der Erweiterung des Logistikzentrums haben wir ein grün-gelbes Vorzeigeprojekt umgesetzt. Durch Aufforstung, Begrünung des Grundstücks, einem Naturpark samt Biotop und einem Gründach mit großflächiger Photovoltaikanlage stellt die Post eindrucksvoll unter Beweis, wie Wachstum und Nachhaltigkeit erfolgreich Hand in Hand gehen können“, erklärt DI Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor, Österreichische Post AG.

Erweiterung schafft 200 neue Arbeitsplätze

„Die Erweiterung in Allhaming schafft mit 200 neuen Arbeitsplätzen nicht nur wichtige wirtschaftliche Anreize für die Region. Durch hocheffiziente Logistik mit modernsten Paket- und Brief-Sortieranlagen sorgen wir auch für Sicherheit bei unseren Kund*innen in einem volatilen Marktumfeld. Dadurch ermöglichen wir weiterhin eine hohe Qualität zu fairen Preisen“, erklärt DI Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter, Vorstand für Brief & Finanzen, Österreichische Post AG. „Das Logistikzentrum Oberösterreich ist mit heute zum absoluten Herzstück der Österreichischen Post geworden. Mit einer Sortierleistung von 30.500 Paketen pro Stunde ist der Standort in Allhaming nicht nur das mit Abstand größte Paket-Logistikzentrum Österreichs, sondern nimmt sogar einen der Spitzenplätze in Europa ein. Das ist eine Auszeichnung in der Welt der Logistik, auf die wir stolz sein können“, sagt DI Peter Umundum, Vorstandsdirektor für Paket & Logistik, Österreichische Post AG.

Täglich 330 000 Pakete und 1,7 Millionen Briefsendungen 

Auf einem rund 200.000 m² großen Grundstück wurde rund ein Viertel mit dem neuen Gebäudekomplex bebaut, dieser umfasst die Erweiterung des Paket-Logistikzentrums, eine Zustellbasis sowie zusätzliche Büroflächen. Die bereits vorhandenen Sortiermaschinen wurden auf den neuesten Stand der Technik gebracht und erbringen mit der zusätzlich installierten Sortier- und Fördertechnik eine Leistung von 30.500 Paketen pro Stunde. Pro Tag können in Allhaming damit zu Spitzenzeiten bis zu 330.000 Pakete und 1,7 Millionen Briefsendungen verarbeitet werden. Diese Sortierleistung wird auch benötigt, so verarbeitet das Logistikzentrum neben den Inlandspaketen auch Import- und Export-Mengen von und nach Deutschland sowie in weitere Länder. Im Zuge der Erweiterung hat die Post auf Basis einer Verkehrsuntersuchung rund drei Millionen Euro in verkehrliche Baumaßnahmen investiert. In Abstimmung mit dem Land Oberösterreich, der Gemeinde Allhaming und der ASFINAG wurden die beiden Kreuzungspunkte der Autobahnanschlussstelle Allhaming mit der Marchtrenker Bundesstraße umgebaut. Durch Spurverbreiterungen, eigene Abbiegespuren, Ampeln und Straßenbeleuchtungen konnten Leichtigkeit, Flüssigkeit und Sicherheit des Verkehrs wesentlich erhöht werden. Durch die Konzeption als Hub wird der Standort vorrangig von LKW samt Wechselaufbaubrücken (WAB) aus anderen Logistikzentren oder von Logistiker*innen aus dem Ausland angefahren, diese erreichen das Logistikzentrum direkt über die Autobahn. Der Nahverkehr der Region bleibt dadurch unangetastet.

Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit

Auch in puncto Nachhaltigkeit ist das Logistikzentrum Oberösterreich ein absolutes Vorzeigeprojekt: Durch eine Randbepflanzung mit heimischen, standortgerechten und rasch wachsenden Gehölzen ist das Grundstück so sanft wie möglich in den Landschaftsraum eingebunden. Am Betriebsgelände selbst wurde auf eine Begrünung mit schattenspendenden Bäumen, heimischen Strauchgruppen, Wildsträucherhecken und artenreichen Blumenwiesen geachtet. Das besondere Highlight bildet ein Naturpark mit einem 120 m² großen Biotop samt freistehender Trockenmauer, Totholzstrukturen, Kieshügeln und Sitzmöglichkeiten für die Mitarbeiter*innen, die so in naturnaher Umgebung ihre Pause genießen können. Das Dach der Erweiterung wurde mit heimischen Sedum-Sprossen und 75 Arten von Gräsern und Kräutern begrünt. Komplettiert wird das Solar- Biodiversitätsdach durch eine Photovoltaikanlage, die nun im Endausbau über eine Leistung von 1,5 Megawatt Peak (MWp) verfügt und grünen Strom für den Betrieb sowie für E-Fahrzeuge erzeugt.

 

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Österreichische Post AG
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